Über mein Leben mit Depression und Ängsten

Tagebuch

Der Weg beginnt

Seit Jahren plagen mit die unterschiedlichsten körperlichen Symptome. Und seit Jahren schiebe ich es auf, diese medizinisch abklären zu lassen. Angst ist das große Thema meines Leidensweges. Angst davor, eine schlimme Krankheit zu haben, aber auch Angst davor, welche Ergebnisse Untersuchungen bringen mögen. Angst vor Ärzt*innen, der Medizin, der Industrie „Gesundheit“ ganz generell.

In meiner neuen Wahlheimat Berlin ergeben sich neue Möglichkeiten. Nicht, wie vor vielen Jahren, von Pontius zu Pilatus rennen. Sondern alle Disziplinen, die für eine (möglicherweise) umfangreiche Diagnostik möglich sind, an einem Ort: Der Charité. Jeden Tag blicke ich auf den riesigen Bettenturm in Mitte. Mein ganz persönliches Mahnmal in dieser so geschichtsträchtigen Umgebung. Am Freitag wird es nun soweit sein: Ich stelle mich der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Psychosomatik vor und hoffe auf Menschen, Mediziner*innen, zu treffen, die Antworten liefern. Klarheit. Verständnis. Zuversicht.

Vielleicht zu viel Erwartungen für den Anfang. Aber Hoffnung darf ich haben, oder?

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